Rettet Roswithas Kirschen!

Heute morgen bekam ich einen Anruf von Roswitha Schneider aus Beulich in der Nähe von Emmelshausen.

Sie hat in der Zeitung „Am Wochenende – Rhein-Hunsrück (R)“ den Artikel über mich und meine Seite „Wir lieben den Hunsrück“ gelesen. Da kam ihr die Idee, mich um Hilfe zu beten:

Seit Wochen versucht sie ihre Kirschen der zwei Kirschbäume auf ihrem Grundstück an den Mann zu bringen, doch keiner scheint Bedarf zu haben. Oft, weil sie im Gegensatz zum letzten Jahr, selbst genug an den Bäumen hängen haben. Sie selbst ist momentan nicht in der Lage, die Kirschen zu pflücken.

„Vielleicht kennen Sie jemanden, der die Kirschen möchte, deswegen rufe ich Sie an“, so Frau Schneider.
Daraufhin beschloss ich mich umzuhören und hierfür diesen Beitrag zu schreiben. Ihr würde es in der Seele wehtun, wenn die vielen Kirschen verderben würden. Die Abnehmer müssten nicht einmal dafür bezahlen, lediglich die Kirschen selbst ernten.

Mit diesem Problem steht Frau Schneider nicht alleine da. Viele, gerade ältere Herrschaften, haben kleinere oder größere Streuobstwiesen oder einfach nur viele Obstbäume im Garten, sind aber nicht mehr in der Lage alles zu ernten bzw. das Ganze wie früher zu Gelees, Marmeladen, Muse oder ähnliches zu verarbeiten. Auch meine Oma freute sich riesig darüber, als ich letzten Herbst die Äpfel ihrer Bäume aufsammelte, um daraus Apfelmus und Apfelchips herzustellen (Soooo lecker!). Dabei sind dies keine Einheitsapfelsorten, wie man sie aus dem Supermarkt kennt, sondern robuste, am Hunsrücker Klima angepassten Sorten, wie Viez-Apfel und Winterrambur.

Es wäre wirklich schade, wenn die Sortenvielfalt, die es im Hunsrück gibt, verloren gehen würde, nur weil keiner mehr Zeit, Lust oder sonst einen Grund hat, das Obst selbst zu ernten.

Was aus der Gegend kommt, muss man nicht von weiter Ferne hertransportieren! Das schont die Umwelt und ist meist noch gesünder, da es frischer und ungespritzt ist.

Das sieht auch Frau Schneider aus Beulich so und bat mich ihr zu helfen, einen Abnehmer für ihre Kirschen zu finden.

Daher hier der Aufruf: RETTET ROSWITHAS KIRSCHEN!

  1. Wer Interesse an den Kirschen hat, kann mit dem Betreff „Rettet Roswithas Kirschen!“ eine eMail an wirliebendenhunsrueck@gmail.com oder eine Nachricht über die Facebook-Seite von Wir lieben den Hunsrück schreiben.
  2. Aber auch, wenn ihr selbst zu viel Obst an den Bäumen hängen habt, dürft ihr euch melden und wir versuchen gemeinsam euer Obst unters Volk zu bringen, bevor es verdirbt.
  3. Ihr könntet selbst noch Obst aus der Region für eure regionalen Marmeladen, Gelees, Chutneys und Co. gebrauchen? Auch dann könnt ihr euch hier melden!
  4. Ihr kennt ältere Menschen, die vielleicht Bäume haben und nicht mehr ernten? Dann nutzt den Hunsrücker Buschfunk und erzählt ihnen von der Idee. Nehmt für sie Kontakt mit mir auf.

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